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29.12.07

Loslassen ist nicht einfach

Da war dieser jüdische Rabbi, eine sehr interessante und beeindruckende Persönlichkeit. Er hatte seine Schüler aus ihrer Familien- und Arbeitsumgebung herausgerufen. Sie sollten ihre gewohnten Verhältnisse aufgeben und mit ihm leben, für ihn arbeiten, von ihm lernen. Alle zwölf lebenserprobten Männer haben das getan und sie haben es nicht bereut. Sie haben nicht alles verstanden, was dieser Jesus so alles gemacht und erzählt hat. Aber sie haben dabei zu staunen gelernt, wie vielseitig ihr Meister war:

Kranke heilte er fast im Vorbeigehen, Tote weckte er nur mit Worten auf und Naturereignisse wie Stürme bezwang er mit einer Handbewegung. Verstehen oder erklären konnten sie das nicht, aber vertrauen konnten sie ihm.

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19.11.07

reich beschenkt

"Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen...
... der Beistand, der heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren..." (Joh. 14,23ff)
heute morgen bei der andacht gelesen - die botschaft ist mit durch den tag gegangen: wer da doch alles beteiligt an unserem, an meinem wohlergehen ist...! und auch noch bei mir wohnen (zelten) will. und auch noch als erinnerungshilfe und lehrer tätig.
ich finde es echt enorm, wieviel engangement der dreieinige gott für jeden menschen einsetzt, der das bei sich zulässt und seine (herzens)türen öffnet.
DANKE!

12.11.07

kinder, kinder

nur 47 minuten lagen die beiden emails auseinander, die ich heute bekam.
die erste berichtete über die lang erwartete geburt in china. jemina hatte ihrer mutter 17 stunden wehen und eine schlaflose nacht bereitet, ehe sie sich bequemte, ihre warme und behütete umgebung zu verlassen. ihr vater konnte bei der geburt dabeisein und auch die oma, die extra aus europa angereist war, kann ihrer tochter viele hilfestellungen geben. es wäre zu schade gewesen, wenn sie vor der geburt ihres ersten enkelkindes wieder hätte abreisen müssen... (der stolze neu-opa wohnt übrigens am ende unserer strasse...)

die andere nachricht kam aus kolumbien, wo mirja als zweites mädchen in der familie geboren wurde. mirja - geschenk gottes, so stand auf der anzeige. eltern und schwester freuen sich...

zwei kleine babys - in unterschiedlichen erdteilen, kulturen, politischen verhältnissen erblicken das licht dieser welt. aber sie haben beide etwas ganz tolles gemeinsam: ihre eltern wissen, wer gott ist und haben ihn als liebenden vater schon oft erlebt. sicher werden sie diese erfahrungen auch an ihre kinder weitergeben und für sie beten. was kann denen besseres widerfahren?

30.10.07

ebenen

das foto gefällt mir. habe ich auf dem blog von carsten gefunden. irgendeine treppe in einem schloss, glaube ich. aber du musst das bild mal vergrössern und dann einige zeit anschauen. es hat was...
zum beispiel unterhielten wir uns kürzlich, dass manche biblische aussagen vordergründig nicht oder schwer zu verstehen sind. und ich frage mich sogar immer öfter, wieso der herr jesus nicht mehr klartext mit seinen jüngern und den anderen menschen geredet hat.
andererseits wusste er wohl genau, was er tat und kannte die menschenherzen und deren gedanken sehr wohl. manchmal redete er in geschichten (gleichnissen) mit ihnen, weil sie die pure wahrheit nicht verkraftet hätten.

zwischenfrage: verkraften wir sie denn?

aber wenn man die bibel wegen manchen unverständlichen stellen nicht gleich in die ecke pfeffert, sondern weiter forscht und liest, kommt es später immer mal wieder zu aha-erlebnisse: ach - so ist das! und nach und nach erlebt man eine höhere ebene des verständnisses von gottes gedanken.
vielleicht werden wir ihn nie ganz begreifen - dazu ist er gott und wir nur menschen - aber mit der zeit will uns ja der geist gottes immer tiefer in das wesen gottes hineinführen.

und deshalb ist diese treppe für mich ein gutes bild, dass wir mit der zeit immer höher steigen, einen grösseren überblick bekommen und vieles erst im rückblick verstehen, was wir "da unten" überhaupt nicht durchschaut haben.
ich will also mir selbst und auch euch, die ihr das hier lest, mut machen, sich weiter zu öffnen für die gedanken gottes und für sein wesen.
wenn wir auch nur stückweise begreifen, wie paulus das formulierte, kommen doch die einzelnen stücke dann schon zu einem verstehenden bild zusammen...

25.10.07

ihr auch?

da wird einer. der von geburt an blind war, von jesus geheilt. seine bisherige welt ändert sich drastisch, kaum nachvollziehbar.
dann wird er vor den kadi zitiert, will sagen, vor die pharisäer und schriftgelehrten - die theologen der damaligen zeit. sie wollen unbedingt wissen, wer genau ihn geheilt hat. da der ehemals blinde jesus noch nicht genau kannte, konnte er nur von seiner wunderbaren heilung berichten. als seine verhörer immer wieder nachfragen, wird es ihm zu bunt. seine antwort finde ich immer wieder klasse: "wollt ihr etwa auch seine jünger werden?"
im übrigen hat uns diese geschichte einmal in erziehungsfragen sehr geholfen, denn auch seine eltern werden verhört und ausgefragt, ob sie denn etwas genaueres über den wunderheiler wüssten. da meinen sie jedoch lakonisch: fragt ihn - unseren sohn - doch selbst. er ist alt genug."
grosse kinder muss man als eltern in die selbstständigkeit entlassen. und in die eigenverantwortung. wenn man diesen schritt wirklich im innern vollzieht, kann man wieder besser schlafen...

16.10.07

er traut sich was

heute morgen bei johannes (8) gelesen: "wenn ich aber die wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? wer aus gott ist, der hört die worte gottes; darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus gott seid."
starker tobak, seine zuhörer so frontal anzugreifen.
aber vielleicht war es gar kein angriff? wir würden eventuell so handeln...
ER hat nur das gesagt, was fakt ist. wie es wirklich ist. jesus war weise und klug, aber er hat nie ein blatt vor den mund genommen aus angst vor den folgen oder reaktionen.
mir fällt auf, dass ich das streckenweise verlernt habe. einmal durch schmerzhafte erfahrungen und dann bin ich nicht er. er kannte die situationen und auch die menschen durch und durch. und sagte genau das, was nötig war.
der ganze abschnitt ist so sonnenklar und schonungslos einseitig. aber ich habe so beim lesen gedacht: alle unsere oft gut gemeinten zurückhaltungen in glaubensdingen nichtgläubigen gegenüber bringt diese nicht wirklich weiter.
klarheit ist angesagt.
natürlich in liebe und dem wirklichen interesse am anderen. und nicht in hochmut oder sich-besser-dünken.
aber ansonsten die dinge beim namen genannt.
wer macht das heute noch?

2.10.07

Mannhaft und stark

Ich war die Nummer fünf. Vier Andere waren schon vor mir gestartet und hatten erfolgreich die Spitzenplätze in unserer Familie eingenommen. Jochen, der Älteste und somit Erstgeborene, war der Bahnbrecher für das damals jung verheiratete Paar – meine Eltern. Danach kamen sie gleich im Doppelpack, die Zwillinge, Christine und Gabriele. Als Mädchen belegten sie im Sprint das Herz des stolzen Vaters. Immer adrett paarweise angezogen wurden sie zum Blickfang ihrer Umgebung. Das merkten sie ganz schnell und nutzten es auch weidlich aus. Jürgen, der Stillere, wuchs mehr in der Nähe der Mutter auf.
Und dann kam ich…

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oder auch bei glaube24.de...

28.9.07

Noch mal: "Ich bin..."

Die "Ich-bin-Aussagen" Jesu sind schon etwas besonderes in der Bibel...
Den dazu geschriebenen Segen kann man jetzt auch hier lesen...

24.9.07

"ich bin..."

„Der Herr sei dein Brot und deine Nahrung,
die dich wirklich und dauerhaft satt macht.

Der Herr sei dein
Licht, das dein Leben erhellt
und dir die Furcht in deiner Dunkelheit wegnimmt.

Der Herr sei für dich die
Tür zum Vaterhaus,
die dir stets offen steht.

Der Herr sei dein Hirte, der vorangeht, dich führt, leitet und schützt
und dich stets in seinem Blickfeld hat.

Der Herr sei dir Weinstock, durch den dir großer Segen zuströmt,
wenn du in ihm bleibst.

Der Herr sei dein Weg, auf dem du Schritte in die richtige Richtung gehst
und du nicht in einer Sackgasse oder einem Labyrinth landest.

Der Herr begegne dir mit seiner Wahrheit,
damit dein Leben transparent und wahrhaftig sei.

Und der Herr sei dein Leben, welches dir echte Freude
und wirkliche Erfüllung in Gott schenkt.

So segne dich der allmächtige Herr,
der voller Liebe und Fürsorge
jederzeit an deinem Wohlergehen interessiert ist.

Amen“

12.9.07

das gibts doch nicht

da ist dieser mann 38 jahre gelähmt. und hat keine chance, geheilt zu werden, weil niemand ihn in den teich bethesda trägt, wenn ein engel diesen angerührt hatte. dann wäre nämlich heilung möglich. traurig ist, dass er sagen muss: ich habe niemanden, der diesen dienst für mich tun würde. er hatte niemand...
aber dann kommt jesus und fragt ihn auch noch, ob er gesund werden will. nun ja, man kann sich ja auch mit seinem unglück arrangieren...
aber er will doch und wird geheilt. nach 38 jahren! eine riesenumstellung für sein leben. ein tolles wunder.
aber dann gab es "die juden", die zuerst fragten; welchen tag haben wir heute? ah - sabbath - und dann sich fürchterlich aufregen...
die geschichte steht in johannes 5.
ich finde es empörend, dass es menschen gab (?), denen die tradition und die selbst gemachten gesetze (denn nirgendwo stand es im jüdischen gesetz, dass man am sabbath nicht heilen durfte, nur die sonst normale wöchentliche arbeit sollte man nicht tun) viel wichtiger waren als das wohl ihrer mitmenschen. normalerweise hätten sie eine party veranstalten müssen. aber so nehmen sie die heilung als anlass, jesu eins auszuwischen...

11.9.07

Gottes Uhren gehen anders

Ich lese im Johannesevangelium diese fröhliche Hochzeitsstory. Und finde es toll, dass Jesus – ganz anders als oft dargestellt – gar nicht dieser freud- und humorlose Typ ist, sondern ein mitfühlender, aufgestellter Mitmensch, der sich auch zu Hochzeiten einladen lässt und mitfeiert. (Übrigens: Als Erfinder der Ehe freut er sich auch heute noch für alle Paare, die so einen Lebensabschnitt bewusst zusammen angehen…)

Und dann diese peinliche Situation für jeden Wedding Planner: Der Weinvorrat ist aufgebraucht. Da Maria, die Mutter von Jesus, auch auf der Feier war und wusste, dass sie einen aussergewöhnlichen Sohn geboren und aufgezogen hatte, traute sie ihm auch zu, diese Situation zu entschärfen.

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12.8.07

allezeit: jesus als hirte

es war und ist einfach ein schönes thema in der bibel, wenn es um hirten und schafe geht und jesus selbst gerne diesen job an uns ausübt.
was mich auch gefreut hat (ja, ion, es ging tatsächlich gut) war, dass eine ehemalige arbeitskollegin von brita im amtsblatt (siehe nebenan) von der predigt gehört hatte und daraufhin kam. und das zweite, dass es doch personen gab, die das angebot des fürbittegebets in anspruch nahmen. hej, was ist wichtiger im leben, wichtiger als alle möglichen lösungsvorschläge, dass wir mit unseren nöten direkt zum "chef" gehen, der alles zu verändern vermag. das muss ich mir auch immer selber sagen...
eben noch ein abschiedskaffeetrinken mit der schwägerin in endenburg im "alpenblick", ehe sie nachher wieder nach d´dorf zurückfliegt.