21.1.10

mal wieder gelesen...

wir unterhielten uns mal über heilungen, da brachte mir ein kollege ein älteres buch mit. es ging um den "schweizer nationalheiligen" bruder klaus (eigentlich nikolaus von flüe in sachseln).
der war eigentlich verheiratet, hatte 9 kinder - ist aber so zirka als 50jähriger in die einsamkeit gegangen. hatte vorher schon viel gebetet und ein intensives leben mit gott geführt (ah - das ganze fand im 15. jhdt. statt...). später gab es viele wunder, auch als er schon lange tot war.
die oma meines kollegen wurde auch in dem buch erwähnt, wie sie von ihrer schweren und schmerzhaften arthrose geheilt wurde...
ich habe bisher noch nicht so viel über katholische heilige gelesen. es war mal interessant. und scheinbar kennt diesen mann jeder schweizer, zumindest kannten ihn alle, die ich mal gefragt habe.
was mich allerdings störte war, dass er mit 50 seine frau und kinder allein liess, um in die wildnis zu gehen, weil gott es so von ihm wollte.
naja, ich kann es schlecht beurteilen, ist schliesslich schon lange her, aber ich finde es, vorsichtig gesagt, schon eigentümlich, die familie im stich zu lassen. wenn es gottes wille war, wieso hat er dann erst geheiratet?

Kommentare:

Ehra hat gesagt…

Vielleicht gab es Probleme in der Ehe. Da es damals kaum möglich war, legal aus einer Ehe auszusteigen, war dieses vielleicht eine Legalisierung für das Aussteigen - was ihm sogar noch Ruhm einbrachte.
In dem Fall würde ich noch nicht einmal den Aspekt ausschließen, daß ihm der Weg, als Ausweg, von Gott gezeigt wurde.

andy55 hat gesagt…

nee, das war bei der familie anders. erst hat er gut bürgerlich gelebt, verschiedene aufgaben in der gesellschaft wahrgenommen, bis ihm immer mehr die gemeinschaft mit gott wichtig wurde. das war dann so brennend, gott in der einsamkeit zu dienen (hm), dass er - mit einverständnis seiner frau - dann ging.
für mich gaanz schwer nachvollziehbar, aber ich war ja nicht dabei:-)