22.3.07

bibel lesen ist aufregend

wir unterhalten uns in der mittagspause über die umstände des todes von jesus christus. was passierte dabei nicht alles: sonne verfinsterte sich am hellichten tag, erbeben, grüfte taten sich auf und entschlafene heilige wurden wieder lebendig - und der vorhang des tempels zerriss, von oben bis unten. der zugang zu gott, vorher nur über priester möglich, war jetzt offen und gott selbst hat die tür zum allerheiligsten aufgemacht, deshalb von oben bis unten...
und während wir darüber sprechen, setzt sich eine neuer kollege mit an unseren pausentisch und hört noch ein wenig vom unterhaltungsthema. wir erklären ihm dann kurz, worum es ging und fragen, ob er denn die bibel kennt. nein, er nicht, aber sein vater würde sie hintereinander lesen (der ist 71) und sich immer darüber aufregen (worüber genau haben wir nicht erfahren...). aber dieser vater würde auch ein dickes buch über tolstoi gekauft haben und dessen gedanken auch ziemlich verärgert ablehnen. aber er liest, tolstoi und bibel. und regt sich auf...
ich finde es gut, wenn menschen reagieren, wenn sie sich mit themen, besonders geistlichen, auseinandersetzen. es zeigt, dass sie botschaften und inhalte verstehen oder auch nicht, auf alle fälle sind sie nicht gleichgültig.
wieso rege ich mich eigentlich nicht mehr auf beim bibellesen? doch schon an vieles gewöhnt? das wäre zu schade, denn die bibel ist echt ein tolles buch.

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