2.2.11

kapital-ismus

so liebe ich ihn, den kapitalismus! manche reden noch von sozialer marktwirtschaft. hmm, was noch mal war sozial?
in einem weltweit agierendem unternehmen wird fusioniert - und das kostet bekanntlich geld. sozialkosten lassen sich am einfachsten gegenrechnen. also werden über 5000 arbeitsplätze eingespart, zwei betriebe geschlossen, produktion verlagert, menschen auch...
insgesamt rechnet es sich natürlich. dank excel oder taschenrechner kann das jede/r nachvollziehen.
nur - der/die betroffene muss die veränderungen verkraften. sich an umzug und neue wohnumgebung gewöhnen. oder aussteigen. wenn er/sie alt genug ist, als vorruheständler zu fungieren. oder einen neuen job suchen.

aber klasse, wenn ein paar wochen nach den turbulenzen das betriebsergebnis verkünden kann:
  • fortgesetzte wachstumdynamik (klingt toll, oder?),
  • kerngewinn pro aktie = 10%, ausschüttungsquote steigt auf 52%...
  • und: es ist die 24.dividentenerhöhung in folge.
da freut man sich doch mit, oder? zumindest, dass der olle marx nicht ganz so dämlich war, als er über die ökonomie des kapital nachdachte und schrieb.

1 Kommentar:

Nenne hat gesagt…

Muss ich das verstehen? Da kann man sich ja nur ärgern. In unserer Region läuft das ähnlich.