am letzten sonntag predigte unser urlauberholte pastor markus über das thema treue. die gedankengänge kann man hier nachvollziehen...heute stand folgende meldung in unserer badischen zeitung - ich finde, sie passt als illustration ebenfalls zum thema!
SCHENNA/SCHALLBACH (rr/BZ). In der Bergregion des Passeiertales ist der Wirt des Schallbacher Gasthauses "Alte Post" , Ulrich Schneider, tödlich verunglückt. Wie die Südtiroler Zeitung Dolomiten berichtete, sei der Gastronom schon seit Sonntag, 20. August, vermisst worden. Die Leiche Schneiders wurde trotz intensiver Suchaktionen erst am vergangenen Samstag unweit seines Ferienquartiers in Schenna in einem 15 Meter tiefen Abgrund beim Schnuggenbach gefunden.
Der 49-Jährige, der seine Frau und zwei Kinder im Alter von 17 und 21 Jahren hinterlässt, dürfte schon am Sonntag vergangener Woche abgestürzt sein, heißt es dazu in der deutschsprachigen Zeitung für Südtirol. Schneiders zweijähriger Colliehund Arko hielt offenbar sechs Tage und sechs Nächte Totenwache und hatte versucht, sein Herrchen aus der Schlucht zu ziehen. "Als wir auf die Leiche von Ulrich Schneider stießen, befand sich der Hund 20 Meter vom Toten entfernt" , erklärte Peter Gamper von der Bergrettung Meran. "Als der Collie uns bemerkte, lief er sofort zur Leiche, um sein Herrchen zu beschützen, suchte aber angesichts des Suchtrupps schließlich das Weite." Später konnte der Hund dann eingefangen werden. Überlebt hatte der abgemagerte treue Arko auch wegen des Wassers in der Schnuggenbach-Schlucht.
Ulrich Schneider hatte sich mit Arko am Sonntag voriger Woche in Schenna von seinem Feriendomizil "Sonne" zu einem Spaziergang Richtung Riffian aufgemacht. Als er bis zum Abend nicht zurückgekehrt war, schlug seine Frau Alarm, woraufhin auf Hinweise aus der Bevölkerung mehrere Suchaktionen gestartet wurden. Schneider hatte demnach — wohl schon auf dem Rückweg — anstatt einen steilen Fußweg direkt nach Schenna zurück zu nehmen, eine andere Richtung eingeschlagen. Als er seinen Irrtum bemerkte, folgte er — den Recherchen der Dolomiten zufolge — dann wohl einigen ausgetretenen Fußspuren. Dabei geriet er auf einen nicht ausgewiesenen, aber begehbaren Steig. Dort verlor Schneider wahrscheinlich den Halt und stürzte rund 15 Meter in einen Abgrund. Aufgrund seiner schweren Verletzungen war Schneider wohl auf der Stelle tot. Schürfwunden an seinen Händen weisen darauf hin, dass Arko an seinem Herrchen gezogen hat, vermutlich um den leblosen Körper aus der Schlucht zu ziehen.
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