Seiten

1.4.07

angerührt

das ist peinlich: da zieht dir jemand die schuhe aus, auch die socken (hmm, welch duft!) und kümmert sich um deine füsse. okay - damals mehr verdreckt durch den strassenstaub, vielleicht schon schmutzbrocken zwischen den zehen. aber einem war das ganz egal. er entledigt sich seines obergewandes, gürtet sich ein tuch um und fängt an, einen nach dem anderen die füsse seines mitarbeiterstabes zu reinigen, zu waschen. ist doch peinlich, wenn jemand so in unsere intimsphäre eintritt, oder?
tja, und das genau war und ist die frage: wie dicht lasse ich jesus an mich ran? bzw. lasse ich überhaupt zu, dass er mich anrührt? so ganz privat, intim? er will mich dabei nicht klein machen, mich blamieren. nein - er selber macht sich zum diener, um mich vom schmutz zu befreien...
das war bewegend heute. selten, dass ich beim zuhören kaum die augen offen habe... ich hoffe nur, dass es nicht nur ne gefühlsgeschichte war.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen