31.7.05

alle jahre wieder


gleich geht es los nach basel. 100.000 andere sind auch schon unterwegs. am vorabend des nationalfeiertages der schweiz - "apfelschuss von herrn tell":-) - findet immer wieder dieses geniale grossereignis statt. es waren in der vergangenheit wenige jahre, an denen wir nicht dort waren.
daniel und meike sind auch schon eingetrudelt, sie kommen mit.
nur gut, dass wir morgen (vielleicht) ausschlafen können...

nachtrag am montag:
waren dann doch nicht in basel. daniel hatte fieber unf fuhr dann nach hause. wir sind nach ötlingen gefahren. von dort hat man einen guten blick nach weil und basel. feuerwerk war sicher schön, aber auf diese entfernung wirkt es gar nicht so, als wenn man direkt "vor ort" dabeisteht.
also - nächstes jahr wieder in basel:-)

Segen...

Sei gesegnet
ohne die Sorge zu haben
dass nicht genügt
was du tust

Sei gesegnet
ohne die Angst zu haben
dass nicht ausreicht
was du bewegst

Sei gesegnet
ohne die Furcht zu haben
dass nicht zählt
was du tust

Du bist gesegnet
vor Gott
genügt
zählt
und reicht immer aus
seine Gnade


Hermann Traub

29.7.05

wen gott alles gebrauchen konnte...

wenn du mal wieder glaubst, gott könne dich nicht gebrauchen, dann denk doch mal daran, wen ER alles gebrauchen konnte:

* Abraham war zu alt...
* Noah hat getrunken...
* Isaak war ein Tagträumer...
* Jakob war ein Lügner und Betrüger...
* Lea war hässlich...
* Josef war verwöhnt und wurde misshandelt...
* Mose stotterte und war ein Mörder...
* Deborah war ein weiblicher Richter (gesellschaftlich nicht anerkannt)...
* Gideon hatte Angst...
* Simson hatte lange Haare und war ein Frauenheld...
* Rahab war eine Prostituierte...
* Jeremia und Timotheus waren zu jung
* David gab vor geistesgestört zu sein, hatte eine Affäre, rannte vor seinem eigenen Sohn weg und war ein Mörder...
* Elia war selbstmordgefährdet...
* Jeremia war depressiv
* Jesaja predigte nackt
* Jona rannte vor Gott weg...
* Naomi war eine Witwe (also zu arm)...
* Hiob war "unheilbar" krank und pleite...
* Johannes der Täufer war halb nackt und aß Insekten...
* Petrus verleugnete Christus, war jähzornig und impulsiv...
* Johannes war selbstgerecht...
* Thomas hat gezweifelt...
* Paulus war behindert...
* Die Jünger schliefen beim Beten ein...
* Martha war ein Workaholic und machte sich immer Sorgen...
* Maria war faul...
* Maria Magdalena war von Dämonen besessen...
* Der Junge mit den fünf Broten und zwei Fischen war zu unbekannt (und blieb es)...
* Die Samariterin schlief mit mehreren Männern...
* Johannes war verbannt...
* Zachäus war zu klein...
* Markus hat aufgegeben...
* Timotheus hatte ein Magengeschwür...
* und ... Lazarus war tot.

dreifach!!!

28.7.05

englisch-camp

das englisch-camp hat noch gar nicht angefangen, da gibt es schon jede menge widerstand. aber das muss wohl so sein, wenn licht und finsternis aufeinandertreffen...
bitte mitbeten und für die jungs einstehen - sicher gibt es dann wieder die wunder, wie auch in den anderen jahren...
näheres auf jonnys blog

Lebensretter


Gerade hat im Prozess um den Brand im Montblanc-Tunnel (1999) ein französisches Gericht mehrmonatige Bewährungs- und Gefängnisstrafen verhängt. Das lässt mich an die Zeit damals zurückdenken.

Am 25. März 1999, 11 Uhr: Der Laster des belgischen Fahrers Gilbert Degraves (57) fängt mitten im Montblanc-Tunnel Feuer. Er versucht, das Feuer zu löschen, aber der Brand breitet sich rasant aus, dass er sich mit neun anderen Personen in Sicherheit bringen muss. Hinter ihm wird es katastrophal.

In dieser Situation wächst der junge Pannenhelfer Pierlucio Tinazzi (36) über sich hinaus. Dreimal rast er mit seinem Motorrad in den Tunnel, um Menschen zu bergen. Den letzten Versuch, den befreundeten einheimischen Lastwagenfahrer Stefano Manno aus dem Inferno zu befreien, bezahlt er mit seinem Leben. Giftige Rauchschwaden versperren dem Retter den Weg nach draußen. Mit dem Fahrer schleppt er sich bis zu einem Unterschlupf. Dort kommt er ums Leben.

Bei diesem Großbrand im knapp zwölf Kilometer langen Tunnel kamen vor sechs Jahren 39 Menschen in den Flammen um. Pierlucio Tinazzi konnte bei dieser Katastrophe durch seinen Einsatz vier Menschen das Leben retten - und bezahlte dafür mit seinem eigenen...

Weiter geht es hier...

Waschtag 1916


Waschtag, 1916

1. Mache im Hof ein tüchtiges Feuer, mit dem Du einen Kessel Regenwasser erhitzt. 2. Stelle die Waschzuber so auf, dass Dir der Wind nicht den Rauch in die Augen bläst.
3. Raspele ein großes Stück Kernseife in das kochende Wasser hinein.
4. Sortiere die Wäsche in drei Haufen: weiße Wäsche – Buntwäsche – Arbeitshosen und Lumpen.
5. Rühre Mehl glatt in kaltes Wasser ein; anschließend mit kochendem Wasser verdünnen.
6. Schmutzflecken kräftig auf dem Waschbrett reiben, dann kochen. Die farbigen Wäschestücke auch reiben, aber nicht kochen, sondern nur spülen und stärken.
7. Hole die fertige weiße Wäsche mit dem Besenstiel aus dem Kessel heraus; dann spülen und stärken.
8. Hänge die Lumpen zum Trocknen auf den Zaun.
9. Handtücher und Laken auf dem Gras zum Trocknen ausbreiten.
10. Gieße das gebrauchte Spülwasser auf die Blumenbeete.
11. Schrubbe mit dem noch heißen Seifenwasser den Vorplatz vor der Haustür.
12. Die leeren Zuber umstülpen.

Für die moderne Frau:
Und jetzt zieh Dich um, kämme Dein Haar, mache Dir eine Tasse Tee oder Kaffee, setz Dich zum Ausruhen in den Schaukelstuhl und zähle auf, wofür Du Gott alles danken kannst.

(aus: "Lachen steckt an" von Barbara Johnson)

27.7.05

Hallo Michael


Eigentlich mochte ich ja früher Deine Sportart Formel1 gar nicht. Viel Lärm. Umweltverschmutzung. Jede Runde kostet Unsummen für Reifen und Spezialsprit. Aber als dann meine Jungs anfingen, teilweise in der Nacht aufzustehen, um Dich siegen zu sehen, wurde es dann langsam auch interessant für mich. Ich muss ehrlich sagen, dass mich meist die Starts interessierten. Würde es diesmal ohne Crash ausgehen?

Aber dann wurde es mit der Zeit langweilig. Du hast gewonnen. Immer wieder. Zu oft. Dass Du Weltmeister wurdest, dafür hast Du und Dein Team gekämpft. Deswegen habe ich Dir auch die ersten Plätze gegönnt. Aber wenn - wie beim Fußball Bayern wieder Meister wird - dann ist das mit der Zeit nicht mehr spannend. Jedenfalls für uns Zuschauer. Und auch für Deine Fahrkollegen aus den anderen Teams. So ein Über-Sieger hat nicht allzuviel Sympathien.

Aber dann lief es in diesem Jahr gar nicht so gut. Für Dich und Ferrari. Plötzlich bist Du den Anderen hinterhergefahren. Die Rollen wurden vertauscht. Inzwischen fehlen Dir wohl soviel Punkte, dass Du es nicht als realistisch ansiehst, wieder Weltmeister zu werden. Und trotzdem gibst Du nicht auf. Du bist einfach ein Kämpfertyp.

Wie mag es Dir jetzt manchmal zumute sein, wenn Andere auf dem Siegertreppchen stehen? An der Stelle, an der Du sonst standest. An dem Platz, wo Du vor Freude hochgesprungen bist. Als Gewinner.

weiter geht es hier...

26.7.05

Ganz einfach

Als Michelangelo gefragt wurde, welche Methode er für seine Mosesstatue angewandt habe, antwortete er:
“Es ist ganz einfach...
Man nehme einen Marmorklotz - und meissle alles weg, was nicht nach Moses aussieht.”

Gemeindebau in der Großstadt


In Köln startet im Spätsommer ein neues Gründungsprojekt für Gemeinden: "Cologne in Motion". Ein internationales Team verschiedener Generationen beginnt, eine neue Gemeinde in einem Kölner Stadtteil zu bauen. Glaube24.de sprach mit einem deutschen Teilnehmer, der Anfang September zum Team stoßen wird.

Carsten, kannst du dich bitte kurz vorstellen?
Carsten Meißner: Ich bin 25 Jahre alt, komme ursprünglich aus Berlin, wohne aber schon seit längerem im Süden Deutschlands. Ich habe nach Abitur und Zivildienst Wirtschaftsinformatik studiert und arbeite momentan zu einem Viertel als Informatiker und zu Dreivierteln als Manager eines christlichen Jugendcafés.

das weitere Interview kannst du hier lesen.

Raus aus der Schale

folgenden artikel habe ich bei glaube24 gefunden und fand ihn klasse...


Irgendwie schaut er etwas verwirrt, der kleine Kerl auf dem Foto. So ganz geheuer scheint ihm seine neue Umgebung noch nicht zu sein. Und doch sieht man in seinen Augen etwas von der Neugier aufblitzen, mit der er schon bald seine neue Umgebung erkunden wird.

Wenn ich an mein Leben denke, erkenne ich einige Parallelen. Irgendwann kam nämlich der Punkt, wo ich das Gefühl hatte, mir wird hier alles zu eng. Ich will raus aus dieser Schale, die mich einschließt. Raus aus dieser Schale, die andere um mich gebaut haben, wenn sie sagten: „Du bist so! Das kannst du nicht! Das ist dein Weg! Das ist vernünftig!“
Aber auch raus aus dieser Schale, die ich zum Beispiel immer dann um mich baue, wenn ich auf die Frage nach meinem Wohlbefinden nur deshalb mit „Gut“ antworte, weil ich glaube, dass es die Meisten gar nicht wirklich interessiert, wie es mir geht.

Doch als ich mir überlege, aus der Schale auszubrechen und das alte Leben hinter mir zu lassen, merke ich, dass diese Schale auch ihre Vorteile hat. Es ist manchmal leichter, bestimmte Erwartungen, die an eine Rolle geknüpft sind, einfach zu erfüllen: „Alles klar, nur her damit, ich schaffe das!“ klingt netter und gefälliger als ein ehrliches, aber direktes „Nein“. Das erfordert Mut.

Aber diesen Mut muss ich nicht aus eigener Kraft aufbringen. Wie damals, als Gott mich zum ersten Mal rief, mich auf ein Leben mit ihm einzulassen, wird mir klar: Er selbst hilft mir, meine liebgewonnen aber falschen Verhaltensweisen aufzugeben und meine einengenden Rollen hinter mir zu lassen. So wie die Henne ihr Küken ruft, aus dem Ei auszubrechen, so ruft mich Gott, mit ihm ein Leben in Freiheit zu führen und die enge Schale falscher Normen und Ansprüche hinter mir zu lassen. An seiner Hand gilt es, eine neue Welt zu entdecken.:“Du stellst meine Füße auf einen weiten Raum“ (Ps 31,9).

Auch wenn mir dieser weite Raum manchmal Angst macht, so spüre ich: An der Hand Gottes kann ich sicher gehen. Ich weiß, dass ich unter dem Schatten seiner Flügel Zuflucht finde (Psalm 91, 4). Und auch wenn ich stolpere, auch wenn ich Fehler mache, weiß ich das Gott mir wieder aufhilft: „Wenn ein Mensch seinen Weg zielstrebig gehen kann, verdankt er das dem Herrn, der ihn liebt. Und wenn er einmal fällt, bleibt er nicht am Boden liegen, denn der Herr hilft ihm wieder auf. (Psalm 37, 23f)

Michael Gerster

25.7.05

24

bis eben war steffen hier. vielleicht das letzte mal den mütterlichen geburtstagstisch geniessen. sie macht es aber auch immer nett...
tja, wenn ich so zurückschaue, mit 24 war ich gerade bei der armee, hatte zwei kinder und wartete auf das dritte.
obwohl - heute würde ich nicht mehr so jung heiraten wie damals. andererseits hat es auch vorteile. wenn ich jetzt manchmal männer sehe, die anfang 40 überlegen, ob sie denn dann noch ein kind haben wollen - die probleme habe ich so gar nicht. unsere kinder sind gross. das ist schön...
also auch auf diesem weg noch mal: happy birthday, steffen. schön, dass es dich gibt.

aber auch schön, dass es conny, daniel, carsten und heiko gibt. äh, und brita!!!!

Sicher

Gott hat uns keine ruhige Reise verheißen,
aber sehr wohl eine sichere Ankunft.


Unbekannt

24.7.05

nostalgie


jetzt machen wir doch tatsächlich einen ddr-abend...
alte fahnen (nie selber benutzt(!!) werden entstaubt, frühere emblems hervorgekramt und dekoriert - carsten feiert mit einigen freunden eben einen nostalgischen abend. sicher wird dann auch noch goodbylenin geschaut - das gehört noch dazu.
ich habe keine zeit zum bloggen, muss noch spreeewaldgurken auftreiben:-)

22.7.05

In den Händen der Wähler

Punkt 20.16 Uhr hat der Bundespräsident gestern vor laufender Kamera die Auflösung des deutschen Bundestages verkündigt. Seine mit Spannung von allen Parteien erwartete Entscheidung habe er sich nicht leicht gemacht.

Er hätte Respekt vor allen, die gezweifelt haben und hätte ihre Argumente gehört und ernsthaft gewogen. Doch er sähe keine andere Lagebeurteilung, die der Einschätzung des Bundeskanzlers eindeutig vorzuziehen sei.

Weiter meinte Horst Köhler wörtlich: "Ich bin davon überzeugt, dass damit die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen für die Auflösung des Bundestages gegeben sind. Damit ist es nach dem Grundgesetz meine Pflicht als Bundespräsident, zu entscheiden, ob ich Neuwahlen ansetze oder nicht. In meiner Gesamtabwägung komme ich zu dem Ergebnis, dass dem Wohl unseres Volkes mit einer Neuwahl jetzt am besten gedient ist. Es ist richtig, dass in der heutigen Situation der demokratische Souverän - das Volk - über die künftige Politik unseres Landes entscheiden kann.

…Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, jetzt haben Sie es in der Hand. Schauen Sie bitte genau hin. Demokratie heißt, die Wahl zu haben zwischen politischen Alternativen. Machen Sie von Ihrem Wahlrecht sorgsam Gebrauch."


Der Bundestag ist aufgelöst, im September gibt es Neuwahlen. Da sind zwar noch die von Werner Schulz von den Grünen und Jelena Hoffmann von der SPD angedrohten Klagen vor dem Verfassungsgericht, aber ob diese Erfolg haben werden, bleibt abzuwarten.

Das Volk, der Souverän, hat es in der Hand, so hat es Köhler formuliert. Ist das tatsächlich so? Bei aller Verunsicherung der letzten Jahre, bei steigender Arbeitslosigkeit und zurückgehenden Märkten, bei den Nachteilen von Globalisierung und Wettbewerb - gibt es da die Lösung für die politischen und wirtschaftlichen Probleme?

Gerhard Schröder hat bei seinem Statement zu Köhlers Entscheidung gleich seine erste Wahlkampfrede gehalten: Die Bürger sollten doch ihm erneut Vertrauen schenken, denn immerhin habe er entscheidende Reformen gestartet und Deutschland sei auf einem gutem Wege. Ob die Betroffenen von »Hartz IV« und andere Erwerbslose über diese "rosigen Aussichten" genauso denken?

Oder soll eine große Koalition den Laden retten? Wird das neue Linksbündnis die entscheidende Rolle spielen? Sollten die alten Genossen eine zweite Chance bekommen? Oder macht die bisherige Opposition tatsächlich dann alles besser, wenn sie selber die Regierungsverantwortung hat? - Eigentlich hat keiner der politischen Parteien eine Patentlösung. Wäre das so, wäre Deutschland in einer anderen Lage.

Vor langer Zeit war ein Staatsmann in ähnlicher Situation völlig überfordert: er musste ein kompliziertes Volk so führen, dass es gedeihen und wachsen konnte. Eine menschenunmögliche Aufgabe.

In einem Gespräch mit Gott bittet König Salomo ihn um eine entscheidende Sache: "Darum bitte ich dich: Gib mir ein Herz, das auf dich hört, damit ich gerechte Urteile fällen und zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann. Denn wie könnte ich sonst ein so riesiges Volk richtig führen?" (1. Könige 3,9) Und Gott erhört dieses Gebet und verspricht: "Ich gebe dir ein weises und verständiges Herz." (Vers 12)

Über Salomos Herrschaft berichtet die Bibel ausführlich. Das Prinzip hat funktioniert: Er unterwirft sich der Führung und Leitung Gottes - gerade in Staatsfragen - und es wird zum Segen des ganzen Volkes. Das Land gedeiht, es gibt Arbeit, Wohlstand und Frieden.

Ich bin überzeugt: Dieses Prinzip "klappt" auch noch heute. Das wäre doch was, wenn die Spitzen aller Parteien sich neu auf professionelle externe Hilfe von oben ausrichten und verlassen würden.

Und wir? Wir sollten vermehrt für die Politiker beten: "Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können..." (1. Timotheus 2,2

Insofern hat es der Wähler tatsächlich in der Hand, wie es in unserem Land weitergeht...

Andreas Meißner

21.7.05

neuwahlen

nun ist es heraus: punkt 20.16 uhr hat herr köhler verkündet, dass er den bundestag auflöst. er hat sich viele gedanken gemacht. gute begründung geliefert. und die entscheidung in die hand des wählers - also in deine hand - gelegt.
also dann, auf ein neues, deutschland. ob das neue linksbündnis eine entscheidende rolle spielen wird? eine grosse koalition den laden rettet? oder die alten genossen eine zweite chance bekommen und herr schröder doch weiterwurstelt. alles offene fragen.
schön allerdings, als damals ein junger regierungschef von unwahrscheinlich grossen aufgaben stand. wie sollte er das volk regieren? welche gesetze erlassen? in der situation erscheint ihm gott (1. Könige 3):
5 In Gibeon erschien der HERR dem Salomo in einem Traum bei Nacht. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll! 7 Und nun, HERR, mein Gott, du selbst hast deinen Knecht zum König gemacht anstelle meines Vaters David. Ich aber bin ein kleiner Knabe, ich weiß nicht aus- noch einzugehen. 8 Und dein Knecht ist inmitten deines Volkes, das du erwählt hast, eines großen Volkes, das wegen seiner Menge nicht gezählt noch berechnet werden kann. 9 So gib denn deinem Knecht ein hörendes Herz, dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gut und Böse. Denn wer vermag dieses dein gewaltiges Volk zu richten?
und dann versprach ihm gott: Siehe, ich gebe dir ein weises und verständiges Herz, so daß es vor dir keinen wie dich gegeben hat und nach dir keiner wie du aufstehen wird.

das wäre doch was, wenn die spitzen aller parteien sich neu auf professionelle externe hilfe von oben ausrichten und verlassen würden.
dann käme auch deutschland wieder in ein ruhiges fahrwasser.
so aber wird es weiter ein ameisenhaufen bleiben, wo alle wild durcheinanderrennen und -schreien, aber ansonsten hilflos bleiben.

oder hat jemand von euch eine andere prognose?

20.7.05

Der Internet-Pranger


Das ist wieder so eine Nachricht, die einem nachgeht:
Die Polizei in Chicago (USA) hat auf ihrer Internetseite einen besonderen „Service“ eingerichtet. 30 Tage lang werden Männer dort mit Namen, Adresse und Foto abgebildet. Ihr Vergehen? Sie haben die „Dienste“ von Prostituierten in Anspruch genommen. Das ist in Chicago verboten. Und deshalb werden diese Männer der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ehefrauen, Verwandten, Nachbarn und Kollegen können sich dort einklicken und nachsehen. 400.000 nutzten diese Möglichkeit in den ersten vier Wochen.

Hilfe für Verirrte


Bürgermeister Richard Daley meint dazu, daß Prostituierte ein schreckliches Leben haben und eine verantwortliche Gesellschaft ihnen helfen muß, es zu ändern. Man sollte junge Frauen davon abhalten, in die Prostitution zu geraten. Die Angst, bloßgestellt zu werden, soll die Triebe der Männer hemmen. Deshalb werden sie an den Internet-Pranger gestellt…

Früher

„Der Pranger als Schandpfahl war ein Strafwerkzeug in Form einer Säule, einer Plattform oder eines Holzpfostens, an denen ein Delinquent gefesselt und öffentlich vorgeführt wurde. Er erlangte ab dem 13. Jahrhundert weite Verbreitung zur Vollstreckung von Ehrenstrafen. Der Pranger diente den Städten auch als äußeres Zeichen der Gerichtsbarkeit. Die Strafe bestand vor allem in der öffentlichen Schande, welche der Verurteilte zu erdulden hatte und die vielfach ein "normales" Weiterleben in der Ge-meinschaft unmöglich machte oder sehr erschwerte. Auch war der Bestrafte den Schmähungen der Passanten ausgesetzt, die für ihn nicht ungefährlich waren. Auch das Bewerfen der betroffenen Person mit Gegenständen (Steinen) und das Prügeln waren üblich.“ (aus Wikipedia).

Beispiel
Aufschrift auf einem Bild von einem Pranger auf dem Ilmenauer Marktplatz
Für Garten- und Felddiebstahl, Hehlerei, Gotteslästerung, Verleumdung oder in bestimmten Fällen von Unzucht wurde die Strafe des Halseisens verhängt. Der Verurteilte mußte in der Regel ein bis zwei Stunden am Pranger stehen. Meist wurde die Strafe an Sonn- und Markttagen vollzogen, um eine besonders abschreckende Wirkung zu erzielen. Bis zur Einführung des Strafgesetzes von 1839 fand diese entehrende Strafe Anwendung.



Und heute?

Pranger kennt man hierzulande eigentlich nur noch in Museen. Sie scheinen sich überholt zu haben. Unsere Gesellschaft hat seine Grenzwerte der Moral und das, „was man nicht tut“, verändert. Grenzen wurden erweitert. Erosionsartig sind Bereiche erweitert worden, die früher undenkbar waren. Aber wie obiges Beispiel aus den USA aufzeigt, versuchen verantwortliche Politiker, die Flut der Entgleisungen zumindest einzudämmen. Ob ihnen ein Erfolg vergönnt ist, bleibt noch abzuwarten.

Unvorstellbar

Wenn wie in alten Zeiten Diebstahl, Hehlerei, Gotteslästerungen, Verleumdungen und Unzucht heute noch genauso geahndet würden, wie damals, würden unsere öffentlichen Plätze nicht ausreichen. Ein unangenehmer Gedanke!
Die anderen, darunter vielleicht Menschen, deren Wertschätzung mir viel bedeutet, wüßten um meine Schandtaten. Wirklich, sehr unangenehm.

Der Mega-Pranger


Es gab vor 2000 Jahren einen Mann, der auch an den Pranger gestellt wurde. Man bezichtigte ihn der Gotteslästerung, des Aufruhrs, der Lüge. Man schlug ihn, verspottete ihn. Die Menschen spuckten ihn an. Er wurde ausgepeitscht. Gegeißelt. Fast alle verachteten und verhöhnten ihn.

Nur – dieser Mann war der einzige je lebende Mensch, der nie etwas Unrechtes getan hatte. Nie. Niemals. Unter keinen Umständen. Und doch hing er dann an diesem Schandpfahl, diesem Kreuz auf dem Hügel Golgatha.

Er tat das freiwillig. Eigentlich war es mein Platz. Und deiner. Aber dieser Jesus wollte nicht, daß wir für unsere Schandtaten bestraft werden. Er nahm meinen Platz ein und starb. Selber unschuldig, aber voller Liebe für Menschen wie dich und mich.

In Hebräer 12 Vers 2 wird gesagt, daß Jesus „die Schande nicht geachtet hat, sondern das Kreuz erduldet hat“, weil er sich auf die Zeit danach freute.

Leute am Pranger. Auf der Polizeiwebsite in Chicago. Am Kreuz auf Golgatha.

Aber welche Gegensätze…

Andreas Meißner

wow!

es war zur zeit von adam. na, dem ersten.
alle möglichen flusspferde, warzenschweine, heuschrecken, distelfinks, orang-utans und viele andere tiere ziehen paarweise an ihm vorüber. alle haben sie einen partner. nur er - er fühlt sich so alleine.
bis er aufwacht und neben sich nicht ein weiteres pelziges, vierfüssiges säugetier findet, sondern eine frau: eine hinreissende, wunderschöne, völlig nackte frau...
wie adam reagiert?
aus seinem tiefsten inneren kommt ein staunendes "wow! mann!" heraus.

woraus das englische wort für "frau" ("woman") enstand...

19.7.05

Mangelware


Mangelware

So bezeichnet John Ortberg uns Menschen in seinem Bestseller "Jeder ist normal, bis du ihn kennen lernst". Niemand ist vollkommen. Keiner fehlerfrei. Alle haben ihre offenen oder verborgenen Mängel. Den idealen Mann, die perfekte Frau gibt es einfach nicht auf dieser Welt. Die Sünde hat alle Menschen infiziert:

"Alle haben sich von ihm abgewandt und sind dadurch für Gott unbrauchbar geworden. Da ist wirklich keiner, der Gutes tut, kein einziger." (Römer 3,12)
"Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit verloren, die Gott ihnen zugedacht hatte."
(Römer 3,23)

Sehnsucht

Die Gemeinschaft mit Gott wiederzufinden und auch das Bedürfnis nach guten Kontakten mit anderen Menschen steckt tief in jedem von uns. Der Wunsch, dazuzugehören und sich anderen anzuschließen, zu lieben und geliebt zu werden, gehört zu den leidenschaftlichsten Sehnsüchten der Seele.

Shalom

Die hebräischen Propheten haben für diese Sehnsucht, für Gemeinschaft, für diese tiefe Beziehung zu Gott und Mitmenschen ein besonderes Wort: Shalom. Es bezeichnet: das Verwobensein von Gott, Menschen und der ganzen Schöpfung in Gerechtigkeit, Erfüllung, Friede und Freude.

Was wäre, wenn…
In einer Welt, in der sich Shalom durchsetzen würde...
...wären alle Ehen stabil und alle Kinder sicher.
...wer zu viel hätte, gäbe denen, die zuwenig hätten.
...israelische und palästinensische Kinder würden auf der Westbank zusammen spielen; ihre Eltern würden füreinander Häuser bauen.
...In Büros und Vorstandsetagen würden sich alle heimlich bemühen, ihre Kollegen beim beruflichen Vorwärtskommen zu unterstützen, und sie hinter ihrem Rücken zu loben.
...Zeitschriften wären voller Berichte über mutige Menschen und moralische Integrität.
...In Talkshows träten Mütter und Töchter auf, die einander heiß und innig lieben.
...Es wären dort Frauen zu sehen, die die Kinder ihrer Ehemänner auf die Welt bringen.
...Unstimmigkeiten würden liebenswürdig und kultiviert beigelegt werden.
...es gäbe vielleicht immer noch Rechtsanwälte, aber diese hätten sinnvollere Aufgaben, wie etwa die Auslieferung von fettfreien und cholesterinarmen Pizzen.
...Türen hätten keine Schlösser, Autos keine Alarmanlagen, Schulen bräuchten weder Polizeipräsenz noch Überwachungskameras.
...Schüler, Lehrer und Hausmeister würden die Arbeit des anderen wertschätzen und achten.
...bei Spielen in der Pause würde jedes Kind in eine Mannschaft gewählt.
...Gemeinden würden sich nie spalten.
...Menschen würden sich weder langweilen noch wären sie ständig in Hektik.
...kein Vater würde jemals wieder sagen: "Ich habe zu viel zu tun", und damit sein Kind enttäuschen.
...Scheidungsgerichte und Frauenhäuser würden in öffentliche Freizeitzentren umgewandelt werden.
...in jeder Berührung eines Menschen durch einen anderen würde sich Zuneigung, Ermutigung und Freude ausdrücken.
...niemand wäre einsam oder ängstlich.
...Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft gingen Hand in Hand; sie würden sich gegenseitig achten, sich durch Unterschiede bereichert fühlen und durch ihre gemeinsame Menschlichkeit vereinigt sein.
...und im Zentrum dieser großen Gemeinschaft stünde ihr großartiger Architekt und ruhmreichster Mitbewohner: Der Gott, dessen Gegenwart jeden Menschen mit nie enden wollendem Glanz und immer größer werdender Freude füllt.

Happy End?

Zugegeben, die vorstehende Auflistung von Ortberg klingt verlockend. Unser Alltag beweist zwar täglich das Gegenteil, aber durch externe Hilfe von Gott muss es keine Illusion bleiben. Jesus hat es vorgelebt und es kamen Beziehungen in Ordnung, Verletzungen wurden geheilt, Menschen versöhnten sich mit Gott und untereinander und ihre Seelen wurden heil.

Dieselbe Kraft der Erlösung von unseren Defiziten, unserer Schuld, unseres Versagens und unseres Mangels steht auch uns heute noch durch die Erlösungstat von Jesus Christus am Kreuz zur Verfügung.

"Und genauso wie Christus durch die herrliche Macht des Vaters von den Toten auferstanden ist, so können auch wir jetzt ein neues Leben führen." (Römer 6,4)

"Und Gott sprach: Siehe, ich mache alles neu." (Offenbarung 21,5)

Durch die erneuernde Kraft Gottes und die verändernde Liebe seines Sohnes Jesus Christus brauchst du und ich nicht länger als "Mangelware" herumzulaufen.
Shalom ist möglich!

Andreas Meißner

18.7.05

fröhlich

wir haben heute abend mit robby auch die geschichte vom finanzminister aus äthiopien (nein, nicht herr eichel!) gelesen. der machte einen touristentrip nach jerusalem und brachte sich - natürlich - dieses souvenir mit. diese schriftrolle (heute wärs vielleicht ein buch von dr.x). das machten ja alle. nur (auf der rückfahrt), verstand ers nicht beim lesen. und justement kommt doch "zufällig" philippus im auftrag des allmächtigen daher, wird auf den wagen eingeladen, um mitzufahren und einen crash-kurzbibelkurs für den hohen herrn zu halten mit der wirkung, dass der sich sofort untertauchen lassen will (taufen sagt man auch). danach wird philippus an eine andere stelle weggebeamt, um dort weiterzuzeugen. doch der finanzgenie zieht weiter: nämlich seinen weg mit freuden.
solche storys gibts nun auch wiederum in dem schwarzen buch - und das ist echt ermutigend!!
mit dieser freude im gelesen-haben gehe ich jetzt ins bett und hoffe, die hält auch morgen noch an.
gott ist echt genial.

doll, was da abgeht

manchmal finde ich das bibellesen echt ermutigend. manchmal spannend. manchmal frustrierend.
ich lese gerade in 2. chronika diverse königsschicksale, aber ein gewisses strickmuster taucht immer wieder auf:
1. die typen entscheiden sich am anfang für oder gegen gott ("er tat, was recht (oder nicht recht) war in den augen des herrn"). damit haben sie sich festgelegt für die nächsten jahre. treiben götzendienst, öffnen der unmoral tor und tür. oder eben auch nicht. und die masse des volkes lässt sich ebenfalls dazu animieren. ausser vielleicht dieser oder jener prophet.
2. sie fangen manchmal sehr gut an, reinigen das land von okkulten praktiken - aber später vergessen sie die entscheidung für gott, werden hochmütig und zu selbstbewusst - und enden manchmal grausam...

ähnlichkeiten mit "unseren" lebenstilen rein zufällig? naja, ich denke nicht. das macht mich manchmal traurig, dass wir aus der geschichte lernen, dass wir nichts lernen. oder eben nur schmerzhaft.

ich staune über die geduld gottes mit diesem jämmerlichen haufen von menschen, die es immer wieder "versauen". und doch lässt er uns nicht wie heisse kartoffeln fallen, sondern versucht weiter, uns in güte zum umdenken zu bringen.

ist echt cool von ihm...
danke herr. du bist gut!!!

interessante website :-)

da surf ich heute mal ein wenig im netz und was finde ich da? einige meiner online-artikel auf einer anderen website:
KLEMATA - Das christliche Webmagazin, so nennt es sich..
na, so was - die verwenden auf einem channel etliche der artikel von jesus-online.
da freut man sich aber, wenn auch andere das, was man selber zusammenschreibt, weiterverwenden.
*andreasfreutsich*

17.7.05

sprüche


Wenn alle Wege verstellt sind, bleibt nur der Weg nach oben.
Franz Werfel

Manche Menschen muß Gott erst auf den Rücken legen, damit sie nach oben schauen.
Ernest Klassen

Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch.
J. A. Bengel

Gottes Hände sind weich, auch wo seine Wege rauh sind.
Corrie ten Boom

Ich weiß nicht, wohin Gott mich führt, aber ich weiß, daß er mich führt.
Gorch Fock

16.7.05

gewitter und schutz

gerade sitze ich hier am schreibtisch und räume auf. alte tabor sortieren und wegheften. eben, ein wenig ordnung in mein chaos bringen.
auch draussen ist gerade chaos - ein ziemlich heftiges gewitter tobt. peitschender regen stürzt herab. aber für das land ist es gut und ich - ich bin hier geschützt im zimmer.
gottes schutz ist auch immer da, egal, wie die umstände draussen sein mögen.
schön!!

danke herr...

15.7.05

Manchmal ist mein Gebet...

Manchmal ist mein Gebet so wie ein Arm,
den ich nach oben recke,
um dir zu zeigen, wo ich bin,
inmitten von Milliarden Menschen.

Manchmal ist mein Gebet so wie ein Ohr,
das auf ein Echo wartet,
auf ein leises Wort,
einen Ruf aus deinem Mund.

Manchmal ist mein Gebet wie eine Hand,
die ich vor meine Augen lege,
um alles abzuschirmen,
was mir den Blick verstellt.

Manchmal ist mein Gebet so wie ein Fuss,
der fremden Boden prüft,
ob er noch trägt und einen Weg sucht,
den ich gehen kann.

Manchmal ist mein Gebet so wie ein Herz,
das schlägt,
weil ohne seinen Schlag
das Leben nicht mehr weitergeht.

Manchmal ist mein Gebet nur
ein gebeugter Kopf vor dir
zum Zeichen meiner Not
und meines Dankes an dich.

Einmal wird mein Gebet so wie ein Auge sein,
das dich erblickt,
wie eine Hand, die du ergreifst –
das Ende aller Worte.


(Keine Ahnung, von wem das ist - aber es ist schön)

Habs doch noch herausgefunden. Der Mann heißt Paul Roth

14.7.05

pausenbrote

und dabei hatte sich brita so ne mühe gegeben und diese leckere mayonnaise wieder auf die stullen gemacht...
als wir dann auf der bank an der uferpromenade die bemmen assen, kamen zwei mädchen vorbei, ein recht kleines und ein grösseres und baten mit gesten und mimik um unser essen! sowas gibts tatsächlich im reichen schweizer-basel!
ich glaube, mein zögern dauerte nur bruchteile von einer sekunde und schon wechselte die hälfte des essens seinen besitzer. meine kollegin spendierte noch gemüse und obst (tomate und apfel), dann zogen die lütten weiter.
ob sie wirklich hunger hatten? ob die eltern sich nicht um sie kümmern? keine ahnung - aber mir hat die überrschende diät nicht wehgetan und die mädchen hatten was im bauch. sachen gibts...

Goliaths Bruder


Schmerzen
Sie hat es nicht einfach. Jahrelang plagen sie schon die Schmerzen. Immer wieder fühlt sie sich ausgeliefert, hilflos, klein. Und ihre Krankheit, ihre Schmerzen und die Angst – sie sind so riesig. Aber Gott hilft ihr. Täglich. Sie findet Ruhe im Innern und körperliche Erleichterung. Plötzlich bekommt sie unerwartete Krampfanfälle. Ganz heftige. Neue Sorgen überfluten sie…

Klein gegen Groß
Die Geschichte von David und Goliat kennt eigentlich fast jeder. Manche als Story aus der Bibel. Andere wieder als Allegorie aus dem täglichen Leben.
Der kleine, ungeschützte Hirtenjunge gegen den perfekt ausgerüsteten und trainierten Supersoldaten. Der aussichtslose Kampf Mini gegen Super-Maxi (Goliat war cirka 2,90 Meter hoch).

Goliat hat viele Namen
Unsere „Goliats“ mögen anders heißen – aber sie sind dennoch Riesen in unserem Leben:
• Arbeitslosigkeit (mein Ex-Kollege schreibt gerade seine 200(!) Bewerbung)
• Die Ehe zerbröckelt und ich stehe hilflos daneben
• Das Schweigen des vor Jahren ausgezogenen „Kindes“ bleibt unerbitterlich hart
• Der Tumor wurde viel zu spät diagnostiziert
• Die Angst vor der Zukunft schleicht jeden Abend mit ins Bett

Gewonnen
Aber David hatte in dieser Militärauseinandersetzung einen unschätzbaren Vorteil. Während sein Gegner seiner Ausbildung, seinen High-Tech-Waffen und seiner langen Erfahrung vertraute, hatte David den Allmächtigen an seiner Seite: „Du, Goliat, trittst gegen mich an mit Schwert, Lanze und Wurfspieß. Ich aber komme mit der Hilfe des Herrn. Er ist der Herr, der allmächtige Gott, und der Gott des israelitischen Heeres. Ihn hast du eben verspottet.“ (1. Samuel 17,45)

Waffen, Spott, Überlegenheit nutzten ihm gar nichts – gegen Gott hatte Goliat keine Chance. Und wird besiegt.

Gott war mit David. Er ist auch mit uns. Mit dir. Wir sind nicht allein. Nicht meine Stärke macht es, sondern seine. Das ist das Geheimnis des Sieges. Auch über unsere „Goliats“ im Leben.

Lachmi
Kürzlich las ich von Lachmi. Den Namen hatte ich noch nie gehört. Du etwa?
Er taucht in einer militärischen Auseinandersetzung auf, als die Israeliten (mal wieder) gegen die Philister kämpften. Da gab es eben auch Lachmi, und er war – der Bruder von Goliat! (1. Chronik 20,5)

Hört das nie auf?
Da hast du deinen Goliath besiegt. Vielleicht dankst du Gott jeden Tag für das überstandene Problem. Fühlst dich langsam wieder sicher, verbunden und geheilt, bist im Innern ruhig geworden. Und plötzlich taucht wieder so ein neuer Riese auf!
Tatsächlich, die „Goliats“ in unserem Leben haben oft Brüder. Und stellen neue Herausforderungen für dein und mein Leben dar.

Aber auch dieser Riese wird in der alten Geschichte besiegt. Gott sei Dank.
Und derselbe Retter wird auch in unserer postmodernen Zeit denen, die ihm vertrauen, den Sieg schenken. Er hat es versprochen: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage…“ (Matthäus 28,20)

Hoffnung
Meine Bekannte mit den unerwarteten Krämpfen – auch sie wird es wieder neu erleben, dass Gott ihr durchhilft. Nicht die Goliats oder ihre Brüder haben das endgültige Sagen, sondern Jesus Christus.

Versprochen ist versprochen.

Andreas Meißner

Mauerspringer


Er stammt aus Kalifornien. Liebt extreme Sportarten. Und sein Skateboard.
Danny Way (31) versucht es immer wieder: Höher und weiter zu springen. Sein Weitenrekord lag bisher bei 24,07 Meter. Der Höhenweltrekord, auch von ihm gehalten, bei 7,14 Meter.

Und nun plante er ein Projekt, was vor ihm noch keiner wagte. Er wollte die Chinesische Mauer überspringen! Nur mit seinem Skateboard. Verrückt…!

Kürzlich war es soweit. Bei der Feste Ju Yogn Guan baute er eine riesige Rampe auf. Dann der erste Sprung. Er misslang. Aber beim zweiten Anlauf schaffte er es, seinen eigenen Weiten- und Höhenrekord als Skateboardspringer zu überbieten. Nie zuvor hatte ein Mensch es ohne motorisierte Hilfe es geschafft, das legendäre Bauwerk zu überspringen.

Danny Way schaffte es. Skateboard-Weltrekord. Nach dem Sprung sprach er über seine Gefühle. Er sei sich über die Gefahr im Klaren gewesen, so heißt es auf seiner Website. Und er habe die ganze Zeit Herzklopfen gehabt. Aber zusammen mit seinem Team hätten sie es geschafft. Sie hätten auch dazu beizutragen, ihrem Sport neue weltweite Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Hier kann man sich die Sprünge von Danny Way anschauen.

Natürlich bewundere ich diesen Mann aus den USA. Ich selber bin noch nie über die Chinesische, geschweige denn über eine andere Mauer gesprungen. Weder mit noch ohne Skateboard.

Und doch…
Wenn ich ein wenig nachdenke, dann gab es in der Vergangenheit doch eine ganze Reihe solcher „Sprünge“ über Mauern, die ich – allerdings nur mit Hilfe von außen – bewältigt habe. Meine Mauern hatten andere Namen:
- da war die Krebserkrankung unseres Sohnes
- da war der Bankrott meiner langjährigen Firma
- da waren Mauern des Schweigens der Anderen, die wir aus eigener Kraft nicht überwinden konnten
- da waren diese Zukunftsängste, Krankheiten, Partnerkonflikte…
Und doch gab es mit Gottes Hilfe Lösungen.

David
David, der berühmte König von Israel, erlebte in seinem Werdegang zum Staatsmann auch manche solcher Mauern, die ihn einengten. Die ihm Angst machten. Aber er hatte ein Geheimrezept: „Mit dir, mein Gott, kann ich über Mauern springen.“ (Psalm 18,30) Das erlebte er. Das speicherte er als einschneidende Erfahrung. Mit Gott – da ist alles möglich! Alles!

Christen können solche Mauerspringer sein oder werden. Dazu brauchen wir keine großen Rampen bauen, dazu genügt das Vertrauen in die All-Macht Gottes.

Andreas Meißner

12.7.05

Tour de Himmel


Sie hat uns wieder, die Tour de France. Ob Armstrong, Ullrich, Wegmann oder Voigt – sie alle begeistern uns auf ihre Weise.
Da wird gekämpft, ausgerissen, gesprintet. Und manchmal entscheiden 6 Zentimeter nach einer über 200 Kilometer langen Etappe über den Sieg.
Der Tour- Direktor Jean-Marie Leblanc ist übrigens über das deutsche Publikum begeistert. „Das Besondere hier“, so sagt er, „ist das Publikum.“

Ich kann diesen Eindruck nur bestätigen. Es war vor einigen Jahren:
Das Wetter spielte mit, als die Tour auch durch unsere kleine Stadt rollte. Ein Riesenereignis für unseren Ort, findet dieses größte Profirennen der Welt doch fast ausschließlich in Frankreich statt.
Stunden vor der eigentlichen Durchfahrt der Rennfahrer war schon Leben an der Strecke. Versorgungsstände dienten dem leiblichen Bedürfnis der Zuschauer, Touristen und Einheimische. Einzelne Radfahrer nutzten den Tag, auch einmal die Strecke zu radeln, auf der dann die großen Asse kommen würden.
Dann preschte die Werbekolonne heran, farbenprächtig und Geschenke verteilend. Eine schier endlose Karawane, nur unterbrochen von Presse und Funktionärswagen.

Der Zeitpunkt rückte immer näher - bald mussten die ersten Fahrer eintreffen. Eine Spitzengruppe hatte sich abgesetzt und näherte sich Kandern. Es konnten nur noch wenige Minuten sein.

Ein Bild bleibt mir unvergessen: Da stehen zig Leute am Straßenrand, Kinder hocken auf dem Gehsteig, ja selbst oben auf der Mauer haben es sich die Zuschauer bequem gemacht, um einen möglichst freien Blick aufs Geschehen zu haben.
Und alle schauten in dieselbe Richtung!
Welch ein Bild von Erwartung und Spannung!

Ich musste unwillkürlich daran denken:
Wie schön wäre es doch, wenn dieselben Menschen genau so voller Spannung auf die Wiederkunft von Jesus Christus (1. Thess. 4,16ff) warten würden…
Illusorisch? Vielleicht. Aber nicht unmöglich, denn die Chance, sich für den „Retter der Welt“ (1. Johannes 4,14) zu entscheiden, gilt für jeden Menschen.

Und dann der zweite Gedanke: Können nicht wenigstens wir Christen diese Erwartungshaltung öfters einnehmen und alle in dieselbe Richtung schauen?

Und noch das Dritte: Schade, dass ich mir selbst zu wenig Zeit nehme um voller Erwartung dem entgegenzusehen, der unendlich viel für mich aufgegeben und mich glücklich gemacht hat.

Die Spitzengruppe kam endlich, eine tolle Stimmung herrschte. Dann raste das Hauptfeld vorbei, Armstrong und Ulrich mitten unter ihnen.

Ein viel größeres Ereignis als die Tour de France steht uns Christen bald bevor: Die `Tour de Himmel`.

Freust Du Dich auch schon darauf?

Andreas Meißner

11.7.05

einfach genial!

stell dir vor

stell dir vor
du musst nicht den
falschen weg
bis zum bitteren ende gehen
jede selbst eingebrockte
suppe
auslöffeln
du kannst alles stehen und
liegen lassen
und umkehren in die offenen arme
deines gottes

stell dir vor

du musst nicht jede heuchelei
bis zum entdecken
durchhalten
jeden schein wahren
der ein falsches image
aufbessern soll
du kannst alles stehen und
liegen lassen
und umkehren zu deinem herrn
der dir vergibt

stell dir das alles vor
mehr noch
geh den schritt
und kehre um
zu deinem gott
der dich liebt

hermann traub

staubsauger und sterne

higher ground mit nick aus bern - einfach ein schöner und begeisternder abend. wo und in welcher situation (beim staubsaugen, sport, schlafen oder kochen) man gott loben und anbeten kann (und sollte) machte dieser etwas "spezielle" typ deutlich klar. aber er hat auch die herzen wieder neu erwärmt für die beste liebesbotschaft aller zeiten...
war einfach super: entertainment und klare botschaft in einem gutem mix - den rest muss gott an den herzen wirken.
p.s. wusstest du schon, dass gott jeden abend seine feuerzeuge (sterne) anzündet, weil er ein fan von dir ist und dir das zeigen will?

10.7.05

gott = gut?

das ist schon ein spezielles thema: anschläge in london - wieso lässt gott das zu? wo war er? ist das liebe?
wie werde ich selber mit problemen fertig? kann ich ja zu meiner krankheit sagen? komme ich klar mit dem verlust meines arbeitsplatzes, meines freundes, meiner sehfähigkeit? wie verarbeite ich, von menschen enttäuscht zu werden?
als gott die erde kreierte, wird dauernd gesagt: und es war gut. und es war gut... wie ein refrain in einem gedicht: und alles, was gott machte, war gut.
jesus sagt: einer ist gut - gott. das bedeutet doch, dass jemand, der gut ist, auch gutes tut. immer.
gott tut niemals etwas schlechtes.
jetzt werde ich krank oder verliere einen angehörigen. ist das ein böses handeln von gott? niemals. ich empfinde es vielleicht nicht als angenehm, ich hinterfrage vielleicht oder klage sogar an. aber das ändert nichts an der tatsache, dass gottes handeln immer gut ist.
wieso lässt er not und krankheit, unfälle und katastrophen zu? ich kann es nur persönlich beantworten:
nie bin ich näher bei gott als bei problemen. mein vater hat immer gesagt:
nichts ist schlimmer zu ertragen,
als eine reihe von guten tagen.

da ist was dran: wenn es uns gut geht, gewöhnen wir uns daran, nehmen es als selbstverständlich und werden unabhängiger von gott. und mit der zeit weniger dankbar.
aber in krisenzeiten wird mir wieder neu klar: ich selbst kann es nicht richten, das problem nicht lösen. ich brauche externe hilfe. und die ist allzumal bei dem allmächtigen!!!
dann lerne ich ihn neu kennen, nicht nur in seinem wunderbarem handeln, sondern auch in seinem tollen wesen. wer er selbst ist. wie er ist. und ich mache glaubenserfahrungen. wie er hilft. wie er in meine seele kommt. wie er frieden ins herz schenkt. wie ich ein stück wieder zu ihm wachsen darf. und ihn dann wieder neu sehe.
nein - gott ist gut! und will mich verändern. die mittel tun manchmal weh. aber ich verprügele meine zahnärztin auch nicht, wenn sie mir schmerzen bereitet, denn sie hilft mir und meinen zähnen!
ich will auch in zukunft wieder mehr der güte gottes vertrauen. er hat mich (und dich) lieb und meint es - ja, richtig - guuut!

wenn engel besuche machen

das war gestern lustig/peinlich/doch wieder lustig...
per blog hatten wir *chen aus genf zu einem kurzbesuch eingeladen und wollten gerade kaffee trinken (danke noch für die schokolade us dr schwyzz!), da klingelt es und unser besuch, den wir für das nächste wochenende eingeladen hatten, stand vor der tür.
nun galt es zu improvisieren, aber zum schluss war es für alle eine lustige und interessante begegnung gewesen.
und wir haben festgestellt: auch 50-jährige können noch flexibel sein...

8.7.05

eigene kolumne (freu*)

Neuer Name für Kolumne

Unsere Kommentare fassen sich zumeist unter der "Senftube" zusammen, weil hier viele Leute ihren "Senf dazugeben", was sie in den Medien aufgreifen, um es durch die christliche Brille betrachten.

Nach langem Suchen haben wir uns endlich für einen Namen der Kolumne von Andreas Meißner entschieden.

Sie wird »Mein Gott - und die Welt...« heißen.
Der Vorschlag wurde in der Redaktion geboren und mit Andreas Meißner abgestimmt.

Allen Namenssuchern, die ihre Vorschläge eingereicht haben, danken wir an dieser Stelle. Da wir leider niemandes Titel verwandt haben, lassen wir allen Teilnehmern einen kleinen Trostpeis zukommen.

Noch einmal herzlichen Dank an alle, die sich an der Suche des Namens für die Kolumne beteiligt haben.

Und nun los zur ersten offiziellen Ausgabe der Kolume »Mein Gott - und die Welt...«

Martin Mandt

Erschienen am: 08.07.2005

was prägt uns?

Seit Menschen Münzen prägen, prägen Münzen Menschen.
Manfred Hinrich

7.7.05

nichts mehr sicher...

es ist schon eine verrückte zeit, in der wir leben. an einem tag jubeln die menschenmassen in london wegen dem zuschlag für olympia - ein tag später können ein paar verrückte eine millionenstadt lähmen und in angst und panik versetzen.
wozu menschen alles fähig sind. und welcher mittel sie sich bedienen. vor nichts und niemand macht diese art von terrorismus halt. es ist erschreckend, wie dunkel und finster menschen ohne gott sind. wie der gegenspieler menschen im griff hat und sie benutzt zu zerstörung, wunden und krieg.
aber dieselben menschen lehnen oft gott ab, der ihnen frieden und licht bringen könnte. was muss eigentlich noch passieren, damit die menschheit und besonders das abdriftende europa aufwacht und zu gott zurückkehrt?

Der Football-Fan

Diese kurze Nachricht fiel mir in der Morgenzeitung auf:
In Pittsburgh (USA) ist der 55-jährige James Smith an Prostatakrebs gestorben. Er war ein großer Fan der “Pittsburgh Steelers“, dem örtlichen Football-Club.

Die Trauerfeier im Bestattungsinstitut sprengte den sonst üblichen Rahmen. James Smiths wurde nämlich in einem seinem Wohnzimmer nachgestaltetem Ambiente gedacht. Da saß der Verstorbene in seinem gewohnten Sessel, seinem Lieblingsplatz. Mit übergeschlagenen Beinen. Neben sich eine Sechserpackung Bier und Zigaretten. Und die Fernbedienung. Denn wie noch zu Lebzeiten lief im Fernseher ein als Video aufgenommenes Spiel seiner geliebten Mannschaft!

Auch im Tod war James Smith mit einer Decke mit „Steelers“-Emblem zugedeckt. Alles sollte so sein, wie es jahrelang an Spieltagen gelaufen war. Jeder Anwesende musste Ruhe bewahren, bis das Spiel zu Ende war, so berichtete ein Trauergast.

Diese Nachricht bringt mich zum Nachdenken:
Da hat ein Mensch eine ausgesprochene Gewohnheit, viele Jahre lang. Und selbst in der Abschiedsstunde wird dies das bestimmende Element.

Was würden meine Angehörigen einmal als bezeichnend für mein Leben zu so einer Trauerfeier gestalten wollen. Welche Gegenstände würden sie (immer vorausgesetzt, sie würden obigem Beispiel folgen) an meine Seite stellen? Meine Gehaltschecks? Eine Computertastatur? Reiseprospekte? Einen Volleyball? Bilder von Kindern und Familie? Eine Gemeindechronik? Ein Autolenkrad? Eine Bibel? Ein Packen Emails? Einen CD-Player mit klassischer Musik laufen lassen?

Ich hoffe doch, dass sie von solchen spektakulären Kulissen keinen Gebrauch machen. Aber dass Christus das zentrale Thema in meinem Leben geworden ist, das sollten sie den Anwesenden doch schon übermitteln.
Denn etwas habe ich mit James Smith schon gemeinsam: Im Tod sollte zu sehen sein, wofür ich gelebt habe…

Paulus drückt es einmal so treffend aus: „Denn das Leben ist für mich Christus…“ (Philipper 1,21). Dasselbe Credo gilt auch für mich…

Welches gilt für dich?

Andreas Meißner

6.7.05

evolution...

alles schwarz?

eine schwarze ameise
auf schwarzem stein
in dunkler nacht –
gott sieht sie.

aus arabien

Hallo Heino!

Wenn ich Dir heute diese Zeilen schreibe, dann aus einem ganz besonderen Grund.
Du stehst genau so viele Jahre schon auf der Bühne wie ich auf der Welt bin. Wow – was für eine Leistung! 50 Jahre! Wie oft hattest du Lampenfieber, aber dann hast Du Deine Fans und Zuhörer erneut begeistert. Du könntest sicher jede Menge Geschichten und Histörchen zum Besten geben, wie abwechslungsreich und spannend Kontakte mit Menschen verlaufen sind.

Erfolge
Die fünf Jahrzehnte waren auch sehr produktiv. In Deiner Bühnenzeit entstanden mehr als 1000 Songs, die insgesamt 50 Millionen Mal verkauft wurden. Das sind pro Jahr eine Million verkaufte Lieder (täglich also 2740 Stück). Für mich kaum vorstellbar.

Für Dich wiederum kaum vorstellbar, dass diese lange Karriere als Volkssänger jetzt zu Ende gehen soll, aber es war dein eigener Entschluss. Du sagtest in einem Interview:
„Ich bin sehr traurig. Aber man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Ich habe in meinem Beruf alles erreicht, was man erreichen kann. Jetzt ist es an der Zeit, mich zurückzuziehen.“

Dunkle Zeiten
Du hast Deine Gründe. Vor einiger Zeit musstest Du die psychische Erkrankung Deiner Tochter durchstehen und konntest ihren Tod nicht verhindern. Das muss sehr schwer für Dich gewesen sein…

Und dann im letzten Jahr der Herzinfarkt Deiner geliebten Hannelore. Das hat dich wohl dann endgültig in Deinem Entschluss bestärkt, die Bühne zu verlassen. Das Glück eines gemeinsamen Lebens – Ihr seid über 25 Jahre verheiratet – kann ganz schnell vorbei sein, so hast du empfunden.

„Sie braucht mich“
Hannelore hat Dir in den letzten Jahrzehnten immer den Rücken gestärkt. Das empfindest Du ganz stark. Und deshalb willst Du ihr in der kommenden Zeit (wie lang sie sein wird, weiß niemand) etwas von ihrer Aufopferung für Dich zurückgeben. Du möchtest jeden Tag mit ihr verbringen, denn sie braucht Dich in ihrer Situation mehr denn je.

Diese deine Einstellung hat mich stark beeindruckt. Es ist in der heutigen Zeit so gar nicht selbstverständlich, dass jemand seinen Partner eben auch in „…schlechten Zeiten“ (so heißt es doch in der Trauformel?) zur Seite stehen will. Und gerade in der Showbranche ist schnell mal die hinfällig gewordene Partnerin gegen eine jüngere, dynamischere ausgetauscht.

Treue
Ich weiß nicht, wie gut Du die Bibel kennst, aber genau diese Aufforderung kann man dort nachlesen: „Und an der Frau deiner Jugend handle nicht treulos!“ (Maleachi 2,15).

Dieser Vers kam mir bei der Nachricht, aus welchem Grund Du Deine Karriere beenden willst, in den Sinn. Das fand ich ganz toll!

Hallo Heino, ich wünsche Dir und Deiner Hannelore noch wirklich gute gemeinsame Jahre, in denen Du ihr manches von ihren Investitionen in Dich zurückgeben kannst. Und vielleicht findet Ihr auch manchmal gemeinsame ruhige Minuten, um auch öfters mal in dem alten Buch, der Bibel, zu lesen.

Da stehen übrigens noch eine ganze Menge anderer Hinweise für dieses und das jenseitige Leben drin!

Mit herzlichen Grüßen!
Andreas Meißner

5.7.05

hilfe beim weinen

es gab einmal einen kleinen jungen mit großem herzen.
sein nachbar war ein alter herr, dessen frau kürzlich gestorben war. wenn der junge den alten mann weinen sah, kletterte er ihm auf den schoß und blieb einfach dort sitzen.
später fragte die mutter ihn, was er denn zu dem traurigen nachbarn gesagt habe.
"nichts", antwortete das Kind. "ich habe ihm nur weinen geholfen."

Heute schon gebloggt?

Ein Freund sendet mir per Email einen Link: „Schau doch mal auf meinen Blog“, so lautet sein Kommentar. Blog? Was soll denn das sein. Als ich dann diese Adresse aufrufe, finde ich - ein Tagebuch! Was soll das? Veröffentlich er jetzt seine Gedanken im weltweiten Netz?
Tatsächlich, jeden Tag schreibt er da etwas auf. Und jeder, der seine Adresse kennt, kann es lesen. Und seine Kommentare dazu abgeben.

Wieder so ein Trend, der in kurzer Zeit immer mehr um sich greift. Das interessiert mich und ich mache mich schlau:

Ein Weblog ist eigentlich ein Kunstwort aus Web und Logbuch und wird kurz nur Blog genannt. Es ist eine Webseite, die periodische neue Einträge enthält. Aktuelle Beiträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronischer Reihenfolge

Aha, das wäre erst mal geklärt. Als nächstes schaue ich mir einige Blogs an. Was es da aber auch an Seiten gibt:
•Fach-Blogs, auf denen Artikel zu einem bestimmten Thema veröffentlicht werden
•Foto-Blogs (Flogs genannt), auf denen tolle Bilder und Urlaubsfotos zu sehen sind
•Ganz persönliche Blogs, in denen User andere Leute an ihrem täglichen Erleben, Eindrücken und Fragen teilhaben lassen
•Blogs mit Hinweisen und Links auf interessante Webseiten
•Der neuste Trend: Video-Sequenzen sind auf Video-Blogs (Vlogs) zu sehen oder herunterzuladen.

Manche bezeichnen diesen neuen Trend als „seelischen Striptease“. Andere finden die gegenseitige Vernetzung (Blogosphäre) wieder toll, weil sie Kontakte pflegen, Kommentare abgeben und bekommen. In den USA soll es schon fast 10 Millionen persönliche Blogs geben und auch bei uns in Europa greift dieser Trend immer weiter um sich.

Jetzt bin ich neugierig und muss es auch versuchen. Und es geht tatsächlich – in drei Schritten habe ich mein persönliches Tagebuch und fange an, zu schreiben. Es geht ganz einfach. Und da – der erste Kommentar! Ab jetzt macht das Ganze richtig Spaß!
Wenn alle Menschen so ein Tagebuch, so ein Blog führen würden – das wäre sicher hochinteressant.

Da fällt mir beim Nachdenken ein, dass Gott ja eigentlich auch Tagebuch schreibt. Nicht für sich. Er vergisst niemals etwas. Aber er tut es für jeden Erdenbürger. Der Himmel ist voll „Blogs“, in denen minutiös für jeden Menschen dessen Taten aufgezeichnet und gespeichert werden. Von einem Tag in der Zukunft wird gesagt:
„Und ich (Johannes, der Schreiber der Offenbarung) sah alle Toten vor dem Thron Gottes stehen: die Mächtigen und die Namenlosen. Nun wurden Bücher geöffnet, auch das Buch des Lebens. Über alle wurde das Urteil gesprochen, und zwar nach ihren Taten, wie sie in den Büchern aufgezeichnet waren.“ (Offenbarung 20,12)

Aha, Gott braucht diese Bücher nicht für sich, sondern als Beweis für Menschen, die meinen, sie könnten durch Selbstgerechtigkeit vor ihm bestehen. Aber die Auflistung aller Taten wird sehr ernüchternd sein.
Es gibt ein Mittel, dass Menschen nicht gerichtet werden, sondern in dem anderen Buch, dem des Lebens stehen – Jesus Christus.
„Gott aber hat ganz eindeutig erklärt, daß er uns das ewige Leben schenkt, und zwar nur durch seinen Sohn Jesus Christus.“ (1. Johannes 5,11)

Ich wünsche von Herzen, dass du nicht nur im Internet bloggst, sondern diesen Jesus auch kennen- und liebengelernt hast. Dann wäre die Sache mit den Blogs im Himmel für dich geklärt!

Andreas Meißner

dein haus - mein haus

heute morgen bei david entdeckt:
david fiel auf, dass er selbst recht komfortabel wohnte, aber gottes wohnung "unter teppichen" (=stiftshütte) war. und er wollte gott ein haus bauen. aber gott meinte dann, dass erst sein sohn salomo dieses haus bauen dürfte, weil dieser der friedenskönig werden würde. aber er, gott, würde sein (davids) haus bauen wollen. damit war seine nachfolgende familie und die generationen später gemeint.
den zusammenhang fand ich interessant: wenn ich mich für gottes belange interessiere und einsetzen möchte, dann sorgt er für meine zukunft. was gibt es schöneres, wenn der eigene name oder familie weiter bestehen bleibt.
aus davids nachkommen kam der herr jesus hervor. wer wird aus unserem "samen" vor gott bestand haben, bzw. segensreich wirken?

4.7.05

es gibt krasse typen :-)

Hör dir das an, Gott!

„Und (der reiche Kornbauer) sprach: Das will ich tun; Ich will meine Scheunen abbrechen und grössere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen grossen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!“ (Luk. 12,18-19)

Der Schriftsteller Rudolf Otto Wiemer hat eine kleine Geschichte geschrieben mit dem provozierenden Titel „Hör dir das an, Gott!“

„Hör dir das an, Gott,
ich will heute mit dem Auto
unterwegs sein,
morgen schliesse ich den Kaufvertrag ab,
das neue Haus wird in
zehn Monaten steh’n,
dann zieh’n wir ein,
machen das dritte Kind,
schicken das erste zur Schule,
das Geschäft wird vergrössert,
den Kompagnon schmeisse ich raus,
kaufe das restliche Aktienpaket,
übernehme den Vorsitz in der
Waschmittelgesellschaft,
wechsle die Freundin,
der Bungalow im Tessin ist fällig,
die Gören springen mir von der Tasche,
die Frau hat eine Operation,
ich bin Generaldirektor,
vielleicht Prostata, gut, wird repariert,
man ist sechzig,
Konzern ist gesund,
rapide wächst das Grundkapital,
glänzende Aussichten für die nächsten zehn Jahre,
was sage ich, für zwanzig -
hör dir das an, Gott,
und komme mir nicht dazwischen!


Rudolf Otto Wiemer schildert uns den selbstherrlichen Menschen.
„Der Mensch denkt, Gott lenkt!“,* so formuliert es das deutsche Sprichwort.
Die Geschichte vom „reichen Kornbauer“ endet tragisch.
Gott hat das letzte Wort.

* „Das Herz des Menschen plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seinen Schritt.“
(Spr. 19,9)

aus: Reinhold Ruthe: „Rede du - ich höre, 365 Mal Zwiesprache mit Gott“, Hänssler 2001

3.7.05

herr, wie fühltest du...?

herr, wie ging es eigentlich deiner seele, als du mit deinen jüngern unterwegs warst?
wie hast du es verkraftet, ständig falsch verstanden zu werden?
wie enttäuscht warst du, als deine nächsten dich nach zig erklärungsversuchen immer noch nicht verstanden haben?
wie hast du dich für sie eingesetzt - und als du sie brauchtest, sind sie eingeschlafen.
wie war dir zumute, als petrus dich von deinem weg nach jerusalem abhalten wollte?
herr, wie hast du das verarbeitet, dass dir unlautere absichten untergeschoben wurden?
wie hat dein herz, deine seele verarbeitet, dass dein einsatz oft so missverstanden wurde?
herr, du bist aus reiner liebe zu den menschen gekommen - und der grossteil lehnte dich ab.
wie bist du innerlich damit umgegangen, erst das hosianna-rufen und dann das kreuzige ihn! zu hören?
woher hast du das durchhaltevermögen genommen, das ganze projekt nicht hinzuschmeissen und weiter deinen weg zu gehen?
wieso gab es in deinem umfeld nur selten menschen, die dich verstanden haben?
herr, du musst so allein gewesen sein, so furchtbar allein - und doch marschiertest du mit festem ziel dem tod entgegen.
was muss es dich geschmerzt haben, den mann, in den du soviel investiert hast, petrus, sagen zu hören, er würde dich nicht kennen?
wie hast du das überstanden, selbst am kreuz verspottet und ausgelacht zu werden?
herr ich weiss nicht, wie du das in deiner seele verarbeitet hast, aber seit heute habe ich eine kleine ahnung, wie man sich fühlen könnte...

2.7.05

tabors exitus

gerade drucke ich noch die letzten einlagen für die tabor - morgen noch die briefe frankieren, dann geht auch eine ära zu ende. es sind im ganzen einhundertundfünf ausgaben gewesen. oft unter zeitdruck entstanden, druckerprobleme waren nicht selten, briefe kamen zurück. aber auch manchmal nette zuschriften. an geld hat es eigentlich nie gemangelt, auch wenn man hin und wieder in der gemeinde daran erinnern musste.
nun ist diese arbeit vorbei - es war meine entscheidung, damit aufzuhören. vor einem jahr noch hätte ich nicht gedacht, die tabor mal loslassen zu können - jetzt ist es geschehen.
bin echt gespannt, was gott (anstelle) vorbereitet hat. vielleicht einfach eine ruhephase? oder das mit jesus-online, was er vorher schon vorbereitet hatte? keine ahnung. ich lasse mich überraschen.
und gehe jetzt ins bett, denn morgen braucht esa auch noch mal viel kraft und frieden, um abschied zu nehmen. kaltenbach - damit fingen wir damals an...

1.7.05

ungeteilt

die männer, die nach sauls tod zu davids heer und kämpfern stiessen - einige von ihnen hatten jedenfalls das zeugnis, dem david als neuen könig mit ungeteiltem herzen zu dienen.
das hat mich angesprochen. wie oft ist mein herz geteilt: zwischen den verschiedenen aufgaben, prioritäten, zwischen dem, was ich möchte und dem, was dran ist.
die leute damals haben sich nicht verzettelt, sie haben ihr ganzes herz auf ihren arbeitgeber gerichtet.
das kann bei mir meine frau sein, meine kinder, meine freunde, natürlich gott, gemeinde, die gerade anstehende pflicht.
oft allerdings ist unser herz ein flatterhaftes ding, beeinflusst von den bedingungen des umfeldes oder dem wetterbericht...
ungeteilte herzen - ich glaube, das möchte auch jesus christus mehr von uns, der sich auch ungeteilt als stellvertreter auf golgatha hingegeben hat...